Einseitiges Beuteschema: Warum 99 Prozent der mobilen Malware auf Android-Geräte abzielen

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Mehr als 99 Prozent aller für mobile Geräte entworfener Malware zielt auf Android-Geräte ab, so Olaf Pursche, Leiter Kommunikation bei AV-TEST, in F-Secure State of Cyber Security 2017.

„Es gibt über 19 Millionen Malware-Programme, die speziell für Android entwickelt wurden. Damit ist Googles mobiles Betriebssystem das wichtigste Ziel für mobile Malware“, schreibt er. „Der Grund dafür ist die große Verbreitung von Android-Geräten sowie das relativ offene System für die Verteilung von Apps.“

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19 Millionen klingt nach einer Menge an Malware – und das ist es tatsächlich!

Auf Android entfallen dennoch nur acht Prozent der gesamten Malware, nach Betriebssystemen betrachtet. Zwei Drittel aller Bedrohungen zielen immer noch auf Windows-PCs ab. Pursche stellt jedoch fest, dass die meisten Vertreter von Android-Malware bislang klassische Trojaner waren. Nun zielt aber das „komplette Spektrum“ an Bedrohungen, die auf PCs ausgerichtet sind, also Viren, Würmer, bösartige Skripte, Backdoors und spezielle Trojaner wie Ransomware, auch auf Android-Geräte ab.

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Während der iOS App Store einem strengeren „Walled Garden“-Ansatz folgt, vertraut Android auf ein „relativ offenes System“ der App-Distribution. Dies ist auch der Hauptgrund, warum Android fast exklusiv im Visier der Entwickler mobiler Malware ist. Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum Android ein derart vielversprechendes Ziel für Online-Kriminelle ist: Betriebssystem-Updates.

„Analysedaten aus F-Secure Freedome zeigen, dass Apples Modell für die iOS-Distribution und Upgrades dem von Android verfolgten Ansatz weit überlegen ist“, wie in F-Secure State of Cyber Security 2017 zu lesen ist.

So konnte das aktuelle Update iOS 10.2 bereits nach nur einem Monat auf mehr als der Hälfte der iOS-Geräte erkannt werden.

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„Auf der anderen Seite ist Android 7 (Nougat) bereits seit vier Monaten auf dem Markt, aber nur auf einem Prozent der Geräte vertreten.“

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Die meisten Android-Nutzer verwenden die Android-Betriebssysteme 4 und 5, die jedoch nicht mehr von Google gepflegt werden.

„Dies alles sind gute Nachrichten für Angreifer, die sich darauf verlassen können, dass eine große Anzahl von anfälligen Android-Geräten in freier Wildbahn existiert.“

Welche Regionen am besten und am schlechtesten abschneiden bei der Aktualisierung von Android-Updates, können Sie nachlesen in F-Secure State of Cyber Security 2017 auf Seite 61.

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