Das waren die Top 10 Android-Bedrohungen in 2015

Sicherheit & Privatsphäre

Nächste Woche startet der Mobile World Congress (und wir sind im Übrigen auch mit von der Partie). Es verspricht mal wieder eine aufregende Expo mit sehr vielen Neuheiten aus der mobilen Szene zu werden. Doch während sich die Technik-Welt im spanischen Barcelona auf die Smartphones der neuesten Generation konzentriert, möchten wir mit unserer „Hit Liste“ der größten Android-Bedrohungen des letzten Jahres eindringlich daran erinnern, wie essenziell umfassende Security auf allen Online-Geräten ist.

Die heute veröffentlichte Liste liefert einen frischen Blick auf die Angriffsarten, mit denen sich Hacker die Benutzer des Open Source-Betriebssystems zum Ziel machen – das waren im vergangen Jahr vor allem kostspielige SMS-Betrügereien und die „Geiselnahme“ mobiler Geräte durch die berüchtigte Ransomware.

Einsam an der Spitze: SMSSend 

Die Nummer eins der gemeldeten Android-Bedrohungen in 2015 war der schon etwas in die Jahre gekommene  SMSsend-Trojaner und macht immer noch 15% der bekannten Infektionen aus.

Doch SmsSend war leider nicht die einzige Malware-Familie, die im vergangenen Jahr kostspielige Nachrichten verschickte: weiter unten in der „Top 10“ finden sich auch Fakeinst, SmsPay und SmsKey.

Angreifer profitieren hier von teuren Textnachrichten, die durch die Malware an eine vom Angreifer eingerichtete, gebührenpflichtige Sonderrufnummer gesendet werden. Die entstehenden Kosten auf der Telefonrechnung des Benutzers fließen dabei direkt in den Geldbeutel des Hackers. Infektionswege dieser Trojaner sind als Spiele maskierte Apps in den App-Stores von Drittanbietern und pornografische Apps.

Ransomware auf Androiden im Kommen

Ransomware der Familie Slocker, die Erpresser- oder Lösegeld Malware, erlangte im vergangenen Jahr durch ihre rasante Verbreitung zweifelhaften Ruhm – und belegt mit 2,46% der 2015 gemeldeten Infektionen den zweiten Platz auf unserer Liste. Einmal auf dem Gerät, verschlüsselt die Malware Bilder, Dokumente und Videos, beschuldigt dann den Besitzer in einer Nachricht des rechtswidrigen Besuches pornografischer Webseiten.

Für die Entsperrung des Geräts wird daraufhin die Zahlung einer Strafe von 500 US-Dollar verlangt – zahlbar über PayPal oder einen ähnlichen Dienst. Um die ohnehin schon bestürzten Benutzer noch weiter einzuschüchtern, behauptet die Malware außerdem, über Gesichtsfotos der Benutzer und deren Standort zu verfügen.

Slocker infiziert Geräte durch pornografische Apps und Spam-Emails, die ein Update des Adobe Flash Players anbieten.

Vervollständigt wird die „Hitliste“ durch den Informations-Dieb GinMaster, zwei Exploits von Sicherheitslücken, die dem Hacker administrativen Root-Access verschaffen, und eine Backdoor, durch die ein Angreifer unbegrenzten Zugang und die komplette Kontrolle über das infizierte Gerät erhält.

Hier ist die gesamte Liste:top_android_malware_black_DE

Auf dem Vormarsch in 2016: Bösartige Zahlungs-Apps

Bezüglich potenziell kommender Bedrohungen in 2016, warnt F-Secure Senior Analyst Zimry Ong insbesondere vor einer zunehmenden Verbreitung von bösartigen Online-Zahlungs-Apps. Solche Apps werden dem Benutzer beim Kauf auf vollkommen legitimen Webseiten untergeschoben. Was der Benutzer dabei nicht weiß: die Seite wurde gehackt.

„Beim Kauf wird auf einmal statt dem üblichen Checkout-Prozess von der Webseite eine App angeboten, über die man den Kauf abschließen soll“ erklärt Ong. „Aber so bekommt der Hacker natürlich Kreditkarteninformationen und alle anderen persönlichen Daten, die man dort eingibt. Auf den Punkt gebracht: Wenn sich beim Einkauf auf einer vertrauten Seite plötzlich der Checkout-Prozess verändert hat, sollten die Alarmglocken läuten, dass etwas nicht stimmt.“

Am Stand auf dem Mobile World Congress 2016 präsentieren wir dieses Jahr eine Auswahl an Produkten, die alle vernetzten und mobilen Geräten verlässlichen Zugang mit dem „Trusted Internet“, der vertrauenswürdigen Seite des Web ermöglicht. Direkt vor Ort stellen wir unsere Sicherheits- und Datenschutz Produkte SENSE, Freedome und SAFE für mobile und IoT-Geräte vor.

Wer zufällig in Barcelona sein sollte und uns besuchen kommen möchte, findet in Halle 6, Stand B60.

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