Mikko Hyppönen zu Ashley Madison, Bitcoin und anderen Vorhersagen für 2016

Security

Dies ist der erste in einer Reihe von Beiträgen über das, was Sicherheitsexperten für das Jahr 2016 prognostizieren

2016 steht vor der Tür und damit ein neues Jahr voller Unbekannten die nur darauf warten, ergründet zu werden. Manche Menschen machen derzeit Vorsätze fürs neue Jahr, um ihr Leben zu verbessern. Andere reflektieren, was während des Jahres passiert ist. Viele werden beides tun.

F-Secure-Forschungschef Mikko Hyppönen verbringt einen Großteil seiner Zeit mit dem Blick nach vorn. Er versucht zu antizipieren, was passieren wird, damit das Team von F-Secure Labs bereit ist, auf die Bedrohungen von morgen zu antworten. Hier sind einige Dinge, die Hyppönen zufolge die Cybersicherheit im Jahr 2016 definieren werden:

Der Bitcoin-Wert wird bis Ende 2016 auf fast ​​1.000 US-Dollar steigen und damit kriminelles Interesse an Botnet-Angriffen mit Bitcoin beflügeln.

Bitcoin ist eine virtuelle Währung, die andere virtuelle Währungen deutlich übertrumpft hat, aber leider auch das Interesse von Online-Kriminellen an sich gezogen hat. Mikko Hyppönen hat in der Vergangenheit bereits davor gewarnt, das Bitcoin Kriminellen eine äußerst einfache Möglichkeit bietet, Transaktionen auszuführen, ohne Strafverfolgungsbehörden fürchten zu müssen. Der Wert dieser virtuellen Währung hat Auswirkungen auf die Arten von Cyberbedrohungen für Menschen und Unternehmen.

Es wird Rückrufe von Konsumgütern geben – nicht wegen der klassischen Produktsicherheit, sondern wegen Problemen mit der Cybersicherheit im Internet der Dinge.

Dies ist ein weiteres Thema, über das Mikko Hyppönen bereits gesprochen hat und er ging sogar so weit, dass er „smart“ mit „angreifbar“ gleichsetzte. Das Internet der Dinge (IoT) ist eine spannende neue Möglichkeit, mit dem Internet verbundene Technologien zu nutzen. Das Interesse einer Vielzahl von Herstellern wird eine Vielzahl von neuen Geräten hervorbringen. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass viele dieser Anbieter sehr wenig Erfahrung im Bau von sicheren Geräten haben. Dieses Thema hatten wir bereits ausführlich in einem aktuellen Blog-Post behandelt. Auch wenn F-Secure bereits den Menschen hilft, Vorsichtsmaßnahmen für diese Probleme zu treffen, werden wir 2016 noch häufiger von Sicherheitslücken in IoT-Geräten hören.

Der unbekannte Angreifer hinter dem berüchtigten Ashley-Madison-Fall wird verhaftet und strafrechtlich verfolgt werden.

Der berüchtigte Ashley-Madison-Hack in diesem Jahr hat deutlich gemacht, wie Cyberangriffe auf Unternehmen die Privatsphäre der Menschen bedrohen können. Der Hack, bei dem die Daten von bis zu 36 Millionen Nutzern der Dating-Website gestohlen wurden, war besonders gravierend angesichts der Bedeutung der Privatsphäre für jeden einzelnen Nutzer. Auch wenn der Hack auf das Unternehmen hinter Ashley Madison abzielte, hat es das Portal geschafft, von der Publicity sogar zu profitieren. Es sind die Benutzer, die am meisten unter diesen Angriffen leiden, woran Hyppönen in einem Interview mit Bloomberg erinnerte.

Eine Gruppe namens The Impact Team hat sich zu dem Anschlag bekannt. BBC zufolge wurde sie speziell geschaffen, um die Website zu kompromittieren. In einem E-Mail-Interview mit Motherboard behauptete die Gruppe jedoch, bereits Pläne zu haben, um auch in Zukunft aktiv zu bleiben. Wir werden sehen, ob sie ihrer Pläne so umsetzt, dass die Behörden die Möglichkeit bekommen, sie vor Gericht zu bringen.

Mikko Hyppönen geht auch davon aus, dass „eine Großbank bekannt geben wird, dass ihre internen Systeme gehackt wurden“, was einer der schlimmsten Fälle wäre, der im kommenden Jahr durchaus stattfinden könnte. Ein Bericht von PricewaterhouseCoopers nennt Finanzdienstleister als „Hauptziele“. Obwohl viele Banken die Cyberbedrohung ​​ernstnehmen, sind die Angreifer immer noch in der Lage, Wege zu finden, um ins System einzudringen. Bei JP Morgan, eine der größten Banken in den USA, sind im Jahr 2014 Daten von rund 83 Millionen Kunden gestohlen worden. Einige dieser Täter kamen im vergangenen November vor Gericht. ES wäre aber naiv zu erwarten, dass dies der letzte Sicherheitsvorfall bei einer Großbank war.

Schlagwörter

Diesen Beitrag bewerten

0 Bewertungen

0 Kommentare

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Könnte Ihnen ebenfalls gefallen