3 Wege, die „Männerhöhle“ smarter zu machen

Internet der Dinge, Tipps & Tricks 

Die Heimautomatisierung – oder Neudeutsch „Smart Homes“ – wurde viele Jahre mit Science-Fiction verbunden. Doch das Internet der Dinge (IoT) läutet nun langsam eine neue technische Ära ein, in der Geräte tatsächlich intelligent genug sind, um Aufgaben zu übernehmen, die früher die Aufmerksamkeit des Menschen erforderten. Ein Teil des Hauses, das nun reif für eine solche Automatisierung ist, ist die sogenannte „Männerhöhle“, im Englischen „man cave“.

Männerhöhlen sind ein relativ neuer Lifestyle-Trend, definiert durch einen Raum oder abgetrennten Bereich, der mit seiner Einrichtung den Geschmack und Lebensstil des männlichen Bewohners wiedergibt. Es ist ein Ort, an dem Männer abgeschirmt vom Druck oder Stress der restlichen Welt verschiedenen Dingen frönen können. Werkstätten und Garagen wurden traditionell als männlich-orientierte Bereiche angesehen, aber die neuen Männerhöhlen sind alle Räume, in denen es nicht nur um „männlich orientierte“ Arbeit, sondern um Männlichkeit und Ästhetik geht.

Keller, Garagen, Gästezimmer, Studios und ähnliche Räume werden zunehmend in Männerhöhlen umgewandelt. Wikihow.com zufolge ist die Einrichtung einer Männerhöhle geprägt durch jede Menge Unterhaltungsgeräte wie Fernseher, Videospielkonsolen, Computer und andere Geräte sowie Dekoration, die die „Männlichkeit“ dieses Hoheitsgebiets betonen. Hinzu kommen oft kleine Haushaltsgeräte, wie zum Beispiel ein kleiner Kühlschrank, damit der Höhlenbewohner für eine gewisse Zeit autark sein kann.

IoT-Geräte werden Hausbesitzern viel Inspiration liefern, um neuartige Geräte in ihren Häusern aufzustellen, ein Traum für Technikfans. Gewöhnliche Fernsehgeräte werden zu Smart-TVs. Kühlschränke werden zu intelligenten Kühlschränken. Türschlösser werden zu intelligenten Schließsystemen. Microsoft hat kürzlich einen intelligenten Airhockey-Tisch mit Windows-10-IoT-Kern entwickelt. Der Phantasie für die Automatisierung und das „Smartening“ der Männerhöhlen sind keine Grenzen gesetzt (außer vielleicht ein wenig, was das technische Know-how betrifft).

IoT-Technologien werden Männern ganz neue Möglichkeiten bieten, wie sie ihre Männerhöhlen sowie andere Zimmer in ihren Smart Homes konzipieren und gestalten. Aber wie bei vielen Entwicklungen in der Haustechnik, gibt es erhebliche Auswirkungen auf die Sicherheit beim Einsatz dieser neuen Geräte. Hier sind ein paar Vorschläge, um die Sicherheit in der „High-Tech-Höhle“ aufrechtzuerhalten:

  1. Informieren Sie sich über Sicherheit. IoT-Geräte sind konzipiert, um das Leben bequemer zu machen. Aber leider achten viele Hersteller bei der Entwicklung ihrer intelligenten Geräte nicht besonders auf Sicherheit. Bevor Sie sich mit Geräten umgeben, die Ihr Leben mit dem Internet verbinden, sollten Sie sich überlegen, wie diese Vernetzung gegen Sie eingesetzt werden könnte. Es ist bereits demonstriert worden, dass Hacker IoT-Geräte verwenden, um zu überwachen und aufzuzeichnen, was im Haus so alles passiert. Sicherheitsforscher sagen, dass diese Probleme ernsthafter werden, da IoT-Geräte immer beliebter werden. Glücklicherweise beginnen die Sicherheitsanbieter damit, Smart-Protection-Lösungen anzubieten, damit Menschen sich schützen können, wenn sie sich für den „smarten“ Lifestyle entscheiden.
  1. Verwalten Sie Ihre Geräte. Viele intelligente Geräte enthalten verschiedene Sensoren und Sender, um die über die Benutzer erhobenen Daten aufzuzeichnen und mit irgendeiner Art von Online-Service zu teilen. Samsungs Smart-TVs zum Beispiel bieten Sprachsteuerung, damit Benutzer das Fernsehgerät mit ihrer Stimme steuern können. Leider zeichnet das TV-Gerät alles, was gesprochen wurde, nebenbei auf. Das Unternehmen hat bestätigt, dass diese Daten an Dritte weitergegeben werden. Diese Art von Verletzung der Privatsphäre könnte zum ernsthaften Sicherheitsrisiko werden, für den Fall dass es bei einem dieser Unternehmen zu einer Datenschutzverletzung kommt. Daher empfiehlt es sich, vorher einzustellen, wie das Gerät arbeiten soll, um sicherzustellen, dass es keine persönlichen Gespräche, Finanzinformationen etc. erfasst. Viele Geräte ermöglichen es, bestimmte Funktionen mittels Einstellungsoptionen einzurichten. Karmina Aquino von F-Secure Labs empfiehlt den Benutzern, diese zu nutzen, um ihre persönlichen Daten besser zu schützen.
  1. Nutzen Sie Passwörter auf intelligente Weise. Mika Stahlberg, Direktor für strategische Bedrohungsforschung bei F-Secure, warnt davor, dass Hacker ins Netzwerk von Smart Homes eindringen wollen, indem Sie versuchen, die Passwörter für verschiedene Geräte zu erraten. Diese Taktik wurde bislang bereits von Hackern genutzt, um die Kontrolle über Router zu übernehmen, die zuhause und in kleinen Büros eingesetzt werden. Der Grund dafür ist, dass viele Menschen Geräte dieser Art einsetzen und die Standard-Passwörter nie ändern. Die werkseitig voreingestellten Passwörter sind im Internet leicht zugänglich, so dass Angreifer nur eine Übereinstimmung von Kennwort und Gerät benötigen, um das Netzwerk zu kompromittieren. Nehmen Sie sich daher einige Minuten Zeit zur Einrichtung neuer Geräte, um ein effektiveres Passwort zu wählen. Dies könnte ein paar Minuten in Anspruch nehmen. Es lohnt sich aber diese Zeit zu investieren, wenn dafür Hacker und Internetschnüffler von Ihrer Männerhöhle ferngehalten werden.

[Image by Christian Collins | Flickr]

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#IoT #Smart Homes

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