Akzeptanz des „Internet der Dinge“ weiter voran

Internet der Dinge, Security

Laut den Ergebnissen einer neuen Umfrage der Cybersecurity-Firma F-Secure, kauften in den vergangen zwölf Monaten 23 Prozent der Befragten einen Smart TV, während eine fast identische Anzahl von ebenfalls 23 Prozent einen Desktop Computer erwarben. Die Befragung von 8800 Verbrauchern zeigt dabei auf, dass obwohl das „Internet der Dinge“ (Internet of Things, oder IoT) langsam aber sicher immer mehr Akzeptanz findet, bleibt das allgemeine Vertrauen der Verbraucher auf einen zufriedenstellenden Schutz von Daten und Privatsphäre bei IoT-Geräten relativ gering. *

Neben Smart TVs drängen sich zunehmend auch andere IoT-Produkte, wie „Wearables“ oder mit dem Internet verbundene Geräte im Haushalt, in den Mainstream-Gebrauch. Aber 70 Prozent der von F-Secure Befragten sind, nach eigener Aussage, doch etwas besorgt, dass diese Geräte gehackt werden könnten. 69 Prozent befürchten außerdem, durch IoT-Geräte in ihrem Alltag ungewollt mehr „Tracking“ von Dritten ausgesetzt zu sein.

Laut Mika Stahlberg, F-Secure Director of Strategic Threat Research (Leiter der Strategischen Bedrohungsforschung), sind diese Bedenken durchaus verständlich, ins Besondere, wenn man die Kategorien der Geräte in Betracht zieht, die Verbraucher in ihren Alltag adoptieren.

Nach der Unterhaltungselektronik wird das „Internet der Dinge“ vor allem im Bereich von Produkten für mehr Lebensqualität angenommen. Geräte wie Sicherheitskameras oder „smarte“ Schlösser und Autos spielen dabei eine immense Rolle für unsere persönliche Sicherheit. Und je mehr Gebrauch diese Geräte finden, desto mehr werden Online Bedrohungen zu realen Gefahren. Die Sorgen sind also definitiv begründet.

Stahlberg erinnerte außerdem an die Zunahme von Angriffen auf private Router in den letzten Jahren, ein klarer Hinweis, dass Hacker in ungesicherten Geräten leicht auszunutzende „Geschäftsmöglichkeiten“ sehen.

Die Beliebtheit von IoT-Geräten als Angriffsziele wird immer weiter zunehmen, aus dem einfachen Grund, weil nicht daran gedacht wird, diese Geräte zu schützen. Man kann das jetzt schon bei Routern erkennen, ein sehr gutes Beispiel für die Art von Missbrauch, dem IoT-Geräte zum Opfer fallen können. Ein Router ermöglicht es Hackern, den Internetverkehr zu überwachen und zu manipulieren, und Hacker Gruppen, wie das „Lizard Squad“, nutzen dies bereits für den Aufbau und Betrieb illegaler, aber profitabler Botnetze.

Mehr Endgeräte bringen mehr Risiken

Ein Vergleich der Umfrageergebnisse mit einer gleichwertigen F-Secure Studie aus dem vorangegangenen Jahr lässt erkennen, dass die Akzeptanz des „Internet der Dinge“ trotz der Bedenken bezüglich Datenschutz und Sicherheit weiter voranschreitet. ** Immer mehr Verbraucher erwerben Geräte in immer unterschiedlicheren Produktkategorien, und bestätigen damit Marktforschungsprognosen eines stetigen Wachstums im Bereich der IoT-Geräte.*** Unter den aufstrebenden Kategorien finden sich:

  • Fitness Tracker und Alltags-Tracker, deren Adoption Rate von drei auf fünf Prozent stieg;
  • Mit dem Internet verbundene Geräte zur Haus- und Heimüberwachung, deren Adoption Rate von einem auf vier Prozent stieg;
  • TV-Streaming-Geräte, deren Adoption Rate von vier auf sechs Prozent stieg;

Stahlberg wies darauf hin, dass viele dieser Produktkategorien nicht nur relativ neu sind, sondern auch voll mit Geräten von Herstellern, die man im Allgemeinen nicht mit IT Produkten in Verbindung bringen würde. Durch die Einbindung dieser Geräte in bestehende Netzwerke droht nun die Gefahr, traditionelle Datenschutz- und Sicherheitsbedrohungen exponentiell ansteigen zulassen.

Die Hersteller konzentrieren sich auf Benutzerfreundlichkeit, bemühen sich, ihre Produkte möglichst schnell auf den Markt zu bringen. Das Resultat ist eine breite Palette von Endgeräten, mit begrenzter Funktionalität und einer ganzen Reihe von Sicherheitslücken. Die spezifischen Bedrohungen für diese neuen Geräte unterscheiden sich im Grunde nicht von denen in der traditionellen IT. Aber durch ihre Einbindung in bestehende Netzwerke werden die Herausforderungen für die traditionelle Datensicherheit unweigerlich ein ganz neues Ausmaß erreichen. Wenn wir unsere eigene Sicherheit nicht aus der Hand geben wollen, müssen sich sowohl Verbraucher als auch Hersteller Gedanken darüber machen, wie man solche Netzwerke überschaubar und kontrollierbar halten kann.

 

F-Secure-IOT_survey_infographic_FINALEST-06

*Quelle: Die F-Secure „Customer Values Study 2015“ (Studie zu Verbraucherwerten) bestand aus einer Online-Umfrage von 8,800 alters-, geschlechts- und einkommensrelevanten Teilnehmern, mit jeweils 800 Befragten aus elf Ländern: Vereinigte Staaten von Amerika, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Deutschland, Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Mexico, Italien, Schweden und Indien- Datenerfassung durch Toluna Analytics, Juli 2015. Vergleiche mit vorhergegangenen Daten wurden auf Länder beschränkt, die in beiden Studien vertreten waren.
**Quelle: Die F-Secure „Customer Values Study 2014“ (Studie zu Verbraucherwerten) bestand aus einer Online-Befragung von 4,800 alters-, geschlechts- und einkommensrelevanten Teilnehmern, mit jeweils 800 Befragten aus sechs Ländern: Vereinigte Staaten von Amerika, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Deutschland, Brasilien und die Philippinen. -Die Studie wurde zusammen mit Informed Intuitions entwickelt. Datenerfassung durch Toluna Analytics, Juli 2014.
***Quelle: https://www.idc.com/getdoc.jsp?containerId=prUS25633215

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