Was ist Tracker Mapper und warum sollte mich das interessieren?

Privacy

Tracker Mapper (vormals bekannt unter dem Arbeitstitel „Protection Log“) ist nun als Betaversion verfügbar und gibt den Anwendern die Möglichkeit, den Spieß umzudrehen und ihrerseits Tracker und Datensammler zu überwachen.

Tracker Mapper protokolliert alle Tracking-Versuche, die Freedome während des Surfens blockiert, und visualisiert diese Daten auf einer interaktiven „Bubble Map“. Dort sehen Sie auch alle schädlichen Webseiten, die von Freedomes Browser-Schutz blockiert werden.

Doch womöglich fragen Sie sich, was der ganze Trubel um Internet-Tracking überhaupt soll. Dieser Artikel ist der erste einer Reihe von Beiträgen, die Ihnen das Thema Internet-Tracking näher bringen soll. Was ist das? Warum ist es schädlich? Was bezwecken Unternehmen damit? Und was kann ich dagegen tun?

Diese Fragen werden wir in den nächsten Wochen ausführlich beantworten, doch wir fangen am besten zunächst mit den Grundlagen an.

Was hat es mit diesem ganzen Internet-Tracking-Kram auf sich?

Als Internet-Tracking bezeichnet man die Identifizierung von Besuchern auf Webseiten und das damit verbundene Sammeln von Daten über diese Besucher.

Das tun Webseiten auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen. Onlinedienste wie Facebook und Netflix erfahren schon sehr viel über ihre User, indem diese einfach das Angebot nutzen. Andere Webseiten dagegen (solche, bei denen man sich nicht anmelden muss, wie beispielsweise News-Seiten) haben es nicht ganz so leicht, ihre User zu identifizieren und Informationen über sie zu sammeln und benutzen dafür Cookies.

Viele Webseiten installieren Cookies (mit Ihrem Einverständnis), wenn Sie die Webseite besuchen, und bleiben so lange auf dem Rechner, bis Sie sie löschen. Das diente ursprünglich dazu, das Surferlebnis zu verbessern, da es Webseiten (wie Amazon, Netflix und Facebook) dabei hilft, Sie zu erkennen. Das ist auch der Grund, warum Sie nicht jedes Mal aufs Neue Ihr Passwort eingeben müssen, wenn Sie diese Seiten ansurfen – die Seite erkennt den Cookie, weiß daher, wer Sie sind und verbindet Sie direkt mit Ihrem Account.

Doch heutzutage werden viele Cookies ausschließlich für Tracking-Zwecke genutzt. Unternehmen können die Webseiten anderer Unternehmen nutzen, um über Codefetzen mit den Cookies in Ihrem Browser zu kommunizieren und so praktisch herauszufinden, wann Sie diese Webseiten besuchen.

Cookies können also nützlich sein, werden von Unternehmen aber im zunehmenden Maße missbraucht. Vielen Unternehmen geht es bereits nur noch um die Bereitstellung von Tracking- und Analyse-Diensten, und viele Webseiten lassen sich von diesen Unternehmen benutzen, um Besucher zu tracken (daher nennt man diese Cookies auch Third Party Cookies). Es kann also passieren, dass Sie eine News-Seite ansurfen und von dort einen Tracking-Cookie mitbringen, der es verschiedenen Unternehmen erlaubt, Ihre Spur zu verfolgen, während surfen.

Im Prinzip ist das eine Art elektronische Überwachung. Und wie die Snowden-Enthüllungen zeigen, greift Überwachung im Internet mehr und mehr um sich.

Big Brother is watching you… oder?

Edward Snowden hat zwar die unglaublich invasiven Überwachungspraktiken der NSA aufgedeckt, doch was die Nutzer am meisten zu beschäftigen scheint, ist die kommerzielle Überwachung. Laut TRUSTe-Umfragen machen sich 92 Prozent der Amerikaner und Briten (zumindest manchmal) Sorgen um ihre Online-Privatsphäre und geben dabei Unternehmen und ihre Praktiken als Hauptursache für ihre Bedenken an. PEW-Umfragen haben ähnliche Ergebnisse geliefert; demnach befürchten 91 Prozent der Amerikaner, dass die Internetnutzer keine Kontrolle mehr darüber haben, wie Unternehmen Daten erheben und wofür sie sie benutzen.

Die kommerzielle Überwachung ist ebenso verbreitet wie das Big-Brother-Pendant – mit Tracker Mapper können Sie sich selbst davon überzeugen. Es visualisiert die von Freedome blockierten Tracking-Versuche in Echtzeit und zeigt Ihnen so ganz einfach, wer Sie überwacht, wenn Sie Sie im Internet surfen.

Es ist ein benutzerfreundliches Tool, mit dem Sie den Spieß ganz einfach umdrehen können. Überwachen Sie die Überwacher.

 

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